Vom Schiesswesen

Das Schiesswesen wurde alter Überlieferung gemäss stets tüchtig geübt. Als Schützenhaus diente das heutige Wohnhaus von L. Kreis Nr. 92. Die Scheiben waren ca. 150m weiter südlich beim Haus „zur Held“, heute zur Morgensonne, früher sagte man , beim „Heldtörli“, aufgestellt. Daselbst, Richtung Süd- Nord, war ein Stück des ursprünglichen Stadt- Ring- Befestigungsgrabens. Sein südlicher Teil war 1880 noch so tief, dass die Kinder in denselben hinunterschlittelten. Er wurde dann nach und nach ausgefüllt. Beim alten Schützenhaus, der Stadtmauer entlang, war ein Weierchen, das als Teuchelrose benutzt wurde; über dessen Ausfluss führte eine Brücke ins Hornertor und damit in das  Städtchen hinein. Als nach und nach die Schiesswaffen verbessert wurden, erfolgte 1870 der Bau des Schützenhauses im „Obertor“.

Ed. Hanhart 1948

*Teuchelrose (= Weiher zum Einlegen von Teucheln für hölzerne Wasserleitungen)